011 Weidenweg – Birsfelden

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MFH-Birsfelden-Sockelgeschoss

MFH-Birsfelden-Erdgeschoss

MFH-Birsfelden-1Obergeschoss

MFH-Birsfelden-2Obergeschoss

MFH-Birsfelden-Attikageschoss

MFH-Birsfelden-Schnitte

MFH-Birsfelden-Suedfassade

MFH-Birsfelden-Ost-West-Fassade

MFH-Birsfelden-Nordfassade

Situation und architektonischer Ansatz

Der Bau befindet sich in einem Konglomerat grösserer Solitärbauten, die zunehmend die kleinkörnig bebaute Einfamilienhausstruktur entlang der Birs ersetzen. Der lange, schmale Baukörper steht, bedingt durch die Ausrichtung des Grundstücks, senkrecht zum Flussverlauf und schafft dadurch eine direkte räumliche Verbindung vom Quartier zum Flussufer.

Trotz der schmalseitigen Ausrichtung des Bauwerks zum Fluss hin, ist die Nähe zur Birs innerhalb der Wohnungen stets spürbar. Durch die Vor- und Rücksprünge wie auch durch einzelne, zur orthogonalen Struktur des Gebäudes nur um wenige Grad geneigten Fassadenfluchten, wirkt das Volumen je nach Standort gedrungen, gestreckt, flächig-breit oder schmal und hoch.

Umgeben wird dieser schiffsartig anmutende Baukörper von einer Muldenlandschaft, die den Uferraum des Flussbettes auf den Garten des Grundstücks erweitert. Eine Rampe mit einem anschliessend über vier Treppentritte erschlossenen schmalen Steg entlang einer gedrungenen, leicht geneigten Stützmauer bietet in der naturnah gestalteten Umgebung Halt und gewährleistet eine direkte Verbindung zum Fluss.

Struktur

Zwei geschlossene ‹Raumkörper› strukturieren den Grundriss und lassen mittig, in der langen Ausrichtung des Bauvolumens einen Gang entstehen. Entlang dieser Achse wechseln die Raumfolgen von einer Fassadenseite zur anderen und enden jeweils in einem Kopfzimmer. Dies ermöglicht immer wechselnde Ausblicke und damit ein direktes Erlebnis der Umgebung. Durch diese lineare Abfolge werden die Wohnungen vom Wohnungseingang her in einen privaten und öffentlichen Teil gegliedert.

Konstruktion und Fassade

Die Konstruktion besteht aus einem massiven Stützen-Plattensystem aus Stahlbeton. Geschlossen wird das Gebäude mit einer nichttragenden Holzelementfassade, die das ganze Gebäude umhüllt.

Die äusserste Schicht der Fassadenhülle – eine grossformatige Eternitverkleidung – wird dabei einer Haut gleich über das Bauvolumen gespannt. Um Kosten und Raum zu sparen, wurde auf eine Konterlattung verzichtet. Die Konsequenz dieser Entscheidung widerspiegelt sich in der Gestaltung der Fassade: Die Befestigung und Grösse der einzelnen Eternitplatten nimmt auf die Konstruktion der Fassadenelemente Rücksicht und gibt so gewisse Gestaltungsparameter vor.

Das Spiel mit Grösse und Setzung der Fenster sowie das Zusammenfassen einzelner Lochfenster zu ‹Bandfenstern›, in denen sich an gewissen Stellen der tektonische Aufbau der Fassade offenbart, reagiert dabei nicht nur auf die Nutzung, sondern ordnet sich auch ganz bewusst der gesamten Fassadengestaltung unter.

Bauherr: Grieder Jaquet Architekten GmbH

Jahresangabe: 2008 – 2012

Kosten (BKP 2): 2.8 Mio CHF

Leistungen: Totalunternehmerleistungen
(Planung, Verkauf, Realisierung)

Landschaftsarchitektur:
Haag Landschaftsarchitektur GmbH

Status: ausgeführt